Krautreporter | Trump, Schulz und die Demografie

Was haben wir gelernt?

03.02.2017

Donald Trump geht in die zweite Woche. Seinem Einreise-Stopp folgten Demonstrationen, die ganze Flughäfen lahmlegten. In Deutschland fliegt nicht nur Martin Schulz an die Spitze, auch die Sorgen um den Bevölkerungsrückgang lösen sich in Luft auf.

Trump in Woche zwei

Der 45. US-Präsident, Donald Trump, will per Dekret Menschen aus muslimischen Ländern an der Einreise in die USA hindern. Begleitet wurde seine Entscheidung von zahlreichen Protesten. Die Demonstranten blockierten unter anderem den Flughafen John F. Kennedy in New York. Auf Bannern appellierten sie an die Glaubens- und Meinungsfreiheit. Außerdem kündigten nun auch Wissenschaftler an, im März eine Großkundgebung in Washington, D. C., abzuhalten.

Der Einreise-Bann soll laut einem Bericht nur einen Zweck erfüllen: zu erkennen, auf welcher Seite der Grenzschutz steht. Ist das Militär bei Trump oder nicht? – Christian Fahrenbach von Krautreporter

Martin Schulz als Kanzlerkandidat

Blick nach Deutschland: Laut Umfragen des ARD-Deutschlandtrends liegt Martin Schulz (SPD) in der Beliebtheit vor Angela Merkel (CDU). Bei einer direkten Wahl des Bundeskanzlers würde sich die Hälfte der Deutschen für Schulz bekennen. Auch die SPD kann von Schulz profitieren. Sie käme in dieser Woche auf 28 Prozent der Stimmen, was einem Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vormonat entspricht.

Schulz fehlt noch ein frisches und inspirierendes Thema. Wenn er diese Lücke schließen kann, kann der Aufwärtstrend weiter anhalten. – Christian Fahrenbach

Außerdem steigt auch die Zahl der Mitglieder der SPD unter Martin Schulz. Seit seiner Ernennung zum Kanzlerkandidaten traten wieder mehr Menschen in die Partei ein.

Bevölkerung schrumpft weniger

Eine Positivnachricht aus dem Bundesinnenministerium: Der neue Demografiebericht des Innenministeriums widerspricht den bisherigen Befürchtungen einer Abnahme der Bevölkerung in Deutschland. Zwar bestätigt er Prognosen zur Überalterung der Gesellschaft, jedoch nimmt die totale Bevölkerung bis 2030 nicht so stark ab wie bisher gedacht.

Der Grund dafür ist die leicht steigende Geburtenrate und die Nettozuwanderung der letzten Jahre. Laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft lag die Nettozuwanderung im Jahre 2016 bei etwa 760.000 Menschen, während sie ein Jahr zuvor noch bei rund 1,1 Millionen Menschen lag.

Man macht sich jahrelang Gedanken. Dann kommt ein externes Ereignis und alles ist hinfällig. Vielleicht ist es wichtig für staaliche Planungen und Statistiker, aber weniger für uns Normalsterbliche. – Christian Fahrenbach

Im Gespräch mit Krautreporter Christian Fahrenbach lässt detektor.fm-Moderatorin Carina Fron die Woche noch einmal Revue passieren.

Burkina FasoEinige Medien in den USA berichten über einen Masterplan, der in eine milde Diktatur führen soll.Christian Fahrenbachberichtet aus dem Büro der Krautreporter in New York.