Krautreporter-Wochenrückblick | Parteitag der Demokraten, Abschiebungspolitik und Leitungswasser

Was haben wir gelernt?

29.07.2016

Der Parteitag der Demokraten hat deutlich bessere Werte gebracht als der Trumps und der Republikaner. Nach den jüngsten Attentaten in Süddeutschland fordert die CSU eine härtere Abschiebungspolitik. Erfreulicherweise ist die Qualität von Leitungswasser in Deutschland spitze. Und was haben wir daraus gelernt? Ein Wochenrückblick.

Clinton von Demokraten gefeiert wie ein Popstar

Diese Woche hat der Parteitag der US-Demokraten stattgefunden. Nachdem Trump vergangene Woche zum Präsidenschafts-Kandidaten der Republikaner gewählt worden ist, haben die Werte eher schlecht ausgesehen für die gegnerische Partei. Das hat sich jetzt geändert: Clinton ist auf der Veranstaltung gefeiert worden wie ein Popstar.

Prominente Gäste wie Katy Perry oder Snoop Dogg waren anwesend und die Rede Michelle Obamas war das gefühlte Highlight. Clintons ehemaliger Konkurrent Bernie Sanders stellte sich auf ihre Seite. Und Trump? Der wurde ins Lächerliche gezogen.

So konnte Hillary Clinton mit über 2.383 Stimmen Mehrheit als Kandidatin für die Präsidentschaftswahl aus der Abstimmung hervorgehen. Und am Ende brachte der Parteitag den Demokraten viel bessere Werte in der Nach-Rede-Umfrage bei CNN als der Parteitag der Republikaner.

Angst verspielt Menschlichkeit

Nach den jüngsten Anschlägen von islamistischen Extremisten in Süddeutschland ist die Bevölkerung verunsichert. Die Presse berichtet viel und detailliert und bietet so den jungen Männern eine große Plattform. Ist das nicht auch ein Anreiz für potenzielle Nachahmer?

Die CSU fährt nun harte Geschütze auf: Die Polizei solle aufgerüstet und strengere Grenzkontrollen eingeführt werden. Damit soll für mehr Sicherheit gesorgt werden. Auch von einem verschärften Asylrecht ist die Rede. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sagt, dass straffällige Flüchtlinge leichter abgeschoben werden sollten. Auch eine Abschiebung nach Afghanistan wäre denkbar. Diese Forderung nach einem schärferen Asylrecht sorgt bei vielen für Stirnrunzeln. Afghanistan ist immer noch offizielles Krisengebiet. Für die SPD, die Linken und Amnesty International ist eine solche Forderung unmenschlich und „ein Völkerrechtsbruch“.

Leitungswasser geht immer

Die Stiftung Warentest lehrt uns, wie man Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt schützen kann. Stichwort: Wasser. Eine neue Studie hat herausgefunden, dass das Leitungswasser in Deutschland weiterhin eine sehr gute Qualität hat.

30 Mineralwassersorten sind im Vergleich zum Leitungswasser getestet worden. Nur acht der 30 gekauften Wässer enthielten mehr Minerale als das mineralstoffreichste getestete Leitungswasser. Für welches Wasser man sich nun entscheidet, ist also reine Geschmacks- und Geldbeutelsache.

Was wir über den Parteitag der Demokraten in den USA, die Angstpolitik der CSU und über Wasser bei Stiftung Warentest gelernt haben, darüber hat detektor.fm-Moderatorin Jennifer Stange in unserem Wochenrückblick mit dem Krautreporter Christian Fahrenbach gesprochen.

Burkina FasoDie These von den Demokraten ist, dass Hillary schon immer diese volksnahe Kämpferin war.Christian FahrenbachJournalist und Krautreporter. Jeden Freitag blickt er mit uns zurück auf die Debatten der Woche. 

Redaktion: Natalie Meinert