Kubas alte Riege plant den sanften Weg in die Marktwirtschaft

20.04.2011

Kubas Präsident Raùl Castro plant grundlegende Reformen - allerdings nur wirtschaftliche. Politisch bleibt alles beim Alten - auch nachdem Übervater Fidel Castro den Parteivorsitz der KP abgegeben hat.

Die Idylle trügt. Kuba geht es wirtschaftlich schlecht - 80 Prozent der Lebensmittel werden importiert. / © Sommaruga Fabio pixelio.de

Kuba – eine der der letzten Hochburgen des sozialistischen Gesellschaftstyps, soll nun grundlegend reformiert werden. Auf dem diesjährigen Parteikongress der Kommunistischen Partei wurden jetzt Maßnahmen zur personellen Verjüngung der Politik und unternehmerischen Freiräumen beschlossen. Poltiische Reformen sind aber weiterhin tabu.

ist stellvertretender Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik.Günther Maiholdist stellvertretender Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik. 

Dafür wird immer noch Kubas Übervater Fidel Castro sorgen – auch wenn er jetzt den Vorsitz der Kommunistischen Partei an seinen Bruder und Präsidenten-Nachfolger Raùl abgegeben hat.

Wie weit es mit den Reformplänen her ist und was der Abschied von Fidel Castro für das Durchschnittsalter der Führungsriege bedeutet, das haben wir Günther Maihold gefragt. Er ist Lateinamerika-Forscher und stellvertretender Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik.

Im Interview berichtet er von der katastrophalen wirtschaftlichen Situation des Inselstaates und erklärt, warum Nachwuchspolitiker auf einen hohen Posten im Zentralkomitee der Partei nicht zu hoffen brauchen.