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Land unter – zentrale Studienplatzvergabe erstickt im Chaos

Jedes Jahr bleiben über 10 000 Studienplätze unbesetzt, trotz doppelter Abiturjahrgänge. Der Grund ist einfach: Unter den Hochschulen findet kein Austausch statt. Jetzt soll ein eine Online-Plattform Abhilfe leisten, dabei versinkt sie schon jetzt in eigenen Kommunikationsproblemen.

Mit dem Ziel eine Lücke zu schließen, die sich auftut, wenn sich Studieninteressenten aus ganz Deutschland für Studiengänge an verschiedenen Hochschulen bewerben, fing alles an. Denn wer sich selbst schon einmal für ein Studium entschieden hat, weiß, dass man sich oft nicht nur an einer Universität bewirbt, speziell bei Fächern mit einem Nummerus Clausus. Doch genau diese Mehrfachbewerbungen seien schuld daran, dass Hochschulen jedes Jahr in riesigen Papierbergen versinken und sich viele Jugendliche eine Alternative suchen müssen.

Mit dem Zulassungsverfahren sollen alle Studieninteressenten die Möglichkeit bekommen einen Studienplatz bekommen. – Micha Teuscher

Prof. Micha Teuscher

Um Mehrfachbewerbungen in Zukunft besser zu koordinieren, wurde eine Online-Plattform geschaffen, deren Start sich aber durch technische Pannen immer wieder nach hinten verschiebt. Die neu entwickelte Software sei mit der lokalen Software der Hochschulen nicht kompatibel, so die Sprecher der Stiftung für Hochschulzulassung. Das sei ein großes Problem, meinen Länder, Hochschulen und Bund, der vor vier Jahren 15 Millionen Euro in das zentrale Zulassungssystem gesteckt hat. Doch die Software ist nicht das einzige Problem. Auch zwischen den einzelnen Parteien herrschen Uneinigkeiten.

 

Man hätte die Probleme schon eher erkennen können, wenn sie kommuniziert worden wären.

Dass überhaupt noch jemand an das dialogorientierte Servicesystem glaubt, grenzt an ein Wunder. Prof. Micha Teuscha ist Rektor der Hochschule Neubrandenburg, die gerade an einem Testlauf des Verfahrens teilnimmt. Wir haben mit ihm über Probleme und Zukunftschancen eines fast schon utopischen Projekts gesprochen.

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