Leben im Jahr 2050: Teil 2 – 9,3 Milliarden haben Hunger

04.09.2012

Laut UN-Bericht soll die Erdbevölkerung im Jahr 2050 bis auf 9,3 Milliarden Menschen ansteigen. In Teil 2 unserer Serie "Leben im Jahr 2050" fragen wir nach, ob in vierzig Jahren mit mehr Hungerkrisen zu rechnen ist.

In Zukunft muss der Agrarsektor noch weiter ausgebaut werden. Foto: © Winfried Rothermel/dapd

ist Analytiker am Food and Agricultural Policy Research Institute.Seth Meyerist Analytiker am Food and Agricultural Policy Research Institute. 

Die Zahl der Weltbevölkerung steigt stetig. Heute sind es noch 7 Milliarden, bald schon werden es 9,3 Milliarden Menschen sein, die die Erde bevölkern. 9,3 Milliarden Menschen, die ernährt werden müssen. Wenn aber jetzt schon jeder siebte Mensch hungrig ins Bett gehen muss, wie sollen dann 2 Milliarden mehr ausreichend mit Nahrungsmitteln versorgt werden?

Wir haben jetzt genug Nahrung, um alle zu versorgen. Und das können wir wahrscheinlich auch in Zukunft. Das Problem ist, dass die Nahrungsmittel nicht gleichmäßig verteilt sind. – Seth Meyer

Noch wird sehr viel Essen verschwendet. Das passiert nicht nur in den Industrieländern, wo Nahrungsmitteln teilweise in ihrer Originalverpackung in der Mülltonne landen. Auch in Entwicklungsländern werden Nahrungsmittel weggeschmissen – das kann auch daran liegen, dass die Technologien dort nicht ausreichen, um Essen auf längere Zeit haltbar zu lagern.

Seth Meyer von der UN-Organisation FAO, ist der Meinung, dass wir unsere verschwenderische Art mit Essen umzugehen, auf jeden Fall überdenken müssen. Wenn weniger Nahrung verschwendet wird, müsste auch weniger produziert werden. Und so könnte man wiederum Wasser sparen.

Wie man noch gegen den Mangel von Nahrungsmitteln vorgehen kann und warum es nicht ausreicht, wenn alle Vegetarier werden, können Sie hier nachhören: