Leben im Jahr 2050: Teil 3 – Wie weit sind die Wasserkriege entfernt?

04.09.2012

Laut UN-Bericht soll die Erdbevölkerung im Jahr 2050 bis auf 9,3 Milliarden Menschen ansteigen. Im dritten Teil unserer Serie "Leben im Jahr 2050" geht es um die weltweit wichtigste Ressource: Wasser.

Viele Menschen auf der Welt haben kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung. Foto: © Sascha Schuermann/dapd

hat Wasserwissenschaften und die Beziehung von Pflanzen und Wasser studiert.Pasquale Stedutohat Wasserwissenschaften und die Beziehung von Pflanzen und Wasser studiert.  

Laut den Hochrechnungen der Vereinten Nationen werden 2050 9,3 Milliarden Menschen auf diesem Planeten leben. Das heißt, dass all diese Menschen auch ihr Recht auf fließendes Wasser haben – denn Trinkwasser ist ein Menschenrecht.

Und immer wieder das gleiche Problem: das Wasser ist ungerecht verteilt. Denn erneut sind die Länder, in denen Nahrung und Wasser sowieso schon knapp ist, auch die Länder, in denen der größte Bevölkerungszuwachs prognostiziert wird.

Wasser, Energie und Ernährung sind die drei größten Herausforderungen – und sie hängen eng zusammen. – Pasquale Steduto

Mehr Nahrung für all diese Menschen produzieren zu müssen, heißt auch, dass mehr Wasser verbraucht wird. Das liegt daran, dass der Agrarsektor momentan die größten Wassermengen schluckt. Gleichzeitig wird das Wasser für die Menschen zum Trinken und Waschen gebraucht. Man muss also ins Wasser sparen investieren – zum Beispiel mit verbesserten Technologien in der Landwirtschaft oder durch das Recyceln von Wasser.

Darüber haben wir mit Pasquale Steduto gesprochen. Er ist der Vorsitzende der Abteilung „Land und Wasser“ bei der UN-Organisation „Food and Agriculture“.