Leben im Jahr 2050: Teil 5 – Wie sieht der Krieg von morgen aus?

06.09.2012

Laut einem UN-Bericht soll die Zahl der Erdbewohner bis zum Jahr 2050 auf 9,3 Milliarden steigen. Wenn Nahrung und Wasser tatsächlich knapp werden sollten - werden ausgeschöpfte Ressourcen dann für neue Konflikte sorgen? Wie der Krieg von morgen aussieht, ist Thema des fünften Teils unserer Serie "Leben im Jahr 2050".

Die Standardvorstellung von Krieg: Soldaten an der Front. Foto: © IDF/dapd

ist Mitglied der österreichischen UNESCO-Kommission.Wolfgang Dietrichist Mitglied der österreichischen UNESCO-Kommission. 

Zwar scheint sich die Welt immer weiter in Richtung Demokratie zu bewegen – dass wir irgendwann aber mit Weltfrieden rechnen können, bleibt wohl eher eine Utopie.

Wahrscheinlicher ist es stattdessen, dass sich die Ressource Wasser zu den Auslösern von Konflikten hinzugesellt. Konfliktforscher prophezeien bereits, dass die zukünftigen Kriege vor allem um Wasser geführt werden.

Wolfgang Dietrich, der an der Innsbrucker Universität den UNESCO Chair of Peace Studies inne hat, ist da anderer Meinung:

Wir sehen, dass der tatsächliche Mangel an materiellen Unterhaltsbedingungen im seltensten Fall zu Kriegen führt. – Wolfgang Dietrich

Stattdessen komme es viel häufiger vor, dass Menschen spontan zu Gewaltdelikten bereit seien – zum Beispiel während einer Hungerkrise. Aber nicht nur die Ursachen für Kriege sind im Wandel – auch die Kriegsführung passt sich der modernen Zeit an.

 

Wie der Krieg im Jahr 2050 aussehen könnte und worum wir kämpfen werden, darüber haben wir mit Wolfgang Dietrich gesprochen.