»Leerstand zu Wohnraum«: Initiative gegen explodierende Mietpreise in deutschen Großstädten

24.02.2011

Jeder, der schon mal in eine Großstadt umgezogen ist, kennt das leidige Spiel. Man bewirbt sich für unzählige Wohnungen und immer wieder hagelt es Absagen. Und wenn man dann doch mal eine Wohnung gefunden hat, ist sie schlicht weg unbezahlbar.

In Hamburg machen Künstler auf die derzeitig katastrophale Wohnungslage aufmerksam. © David Hecker (ddp)

setzt sich für gerechtere Mietpreise in Hamburg ein.Jonas Füllnersetzt sich für gerechtere Mietpreise in Hamburg ein. 

Einen wahren Großstädter kann eine Wartezeit von mehreren Monaten auf eine Wohnung nicht schocken und wer bei der 67. Absage immer noch lächelt, hat sich wohl schon längst mit der derzeitigen Wohnungslage abgefunden.

Doch irgendwo hört der Spaß auf. Denn die schwierige Wohnungssituation in deutschen Großstädten ist nicht, wie zu vermuten ist, auf mangelnden Wohnraum zurückzuführen. Tausende Quadratmeter stehen in Deutschlands Großstädten leer und treiben die Mietpreise unnötig in die Höhe. Betroffen sind vor allem die Bewohner der deutschen Großstädter – und die wollen sich nun wehren.

Sie finden sich zu Demonstrationen und Protesten zusammen und wollen mit Hausbesetzungen auf den wahnwitzigen Wohnungszustand aufmerksam machen. Mit dem Projekt „Leerstand zu Wohnraum“ setzt sich die Initiative „Recht auf Stadt“ in Hamburg für bezahlbaren Wohnraum, städtische Freiräume und die Erhaltung von öffentlichen Grünflächen ein.

Wie das genau funktionieren soll, klären wir mit Jonas Füllner, Mitglied der Initiative „Recht auf Stadt“, im detektor.fm-Interview.