Löst das 10-Punkte-Programm von Kristina Schröder die Probleme beim Kita-Ausbau?

30.05.2012

Ab August 2013 gibt es für Kinder ab einem Jahr einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. Fehlen diese Plätze, droht Städten und Gemeinden eine Klagewelle. Hilft das 10-Punkte-Programm von Familienministerin Kristina Schröder beim Kita-Ausbau?

Familienministerin Kristina Schröder steht seit Längerem in der Kritik - wegen ihres Vorstoßes beim Betreuungsgeld für Kinder, die von ihren Eltern zuhause betreut werden, und wegen des akuten Mangels an Kita-Plätzen. Foto: © Axel Heimken/dapd.

Laut Familienministerium fehlen in Deutschland 130.000 Kita-Plätze. Ein 10-Punkte-Programm von Familienministerin Kristina Schröder soll das nun ändern und auch den Personalmangel beenden.

Ein zentraler Punkt dieses Programms sind zinsgünstige Kredite, welche die Kreditanstalt für Wiederaufbau an Kommunen und freie Träger vergibt. Insgesamt 350 Millionen Euro sollen dadurch ausgeschüttet werden. Mit diesem Geld soll der Kita-Ausbau vorangetrieben werden.

Weitere Punkte des Programms: eine Werbekampagne für den Beruf der Erziehenden in Tageseinrichtungen, das Aufstocken von Teilzeit-Arbeitenden auf Vollzeit und die Umverteilung nicht genutzter Gelder.

Reicht das, um bis zum 1. August 2013 ausreichend Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder zu schaffen? Darüber haben wir mit Norbert Hocke, dem Leiter des Bereichs „Jugendhilfe und Sozialarbeit“ der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gesprochen.