Machtlos gegen die kommende Hungerkatastrophe

Katastrophe mit Ankündigung: Im Südsudan kommt eine Hungersnot

17.07.2014

Obwohl bald die Regenzeit anfängt, werden im Südsudan viele Millionen Menschen ohne Nahrung sein. Sie mussten flüchten und konnten deshalb ihre Felder nicht bestellen. Ab September droht Millionen von ihnen der Hungertod.

Am dritten Jahrestag der Unabhängigkeit des Südsudan sind Not und Elend groß. Viele Menschen leben in Flüchtlingslagern von internationalen Hilfsorganisationen.

Foto: Ali Ngethi | AFP

Der junge Staat Südsudan steuert sehenden Auges auf eine Hungerkatastrophe zu. Das Schlimme daran: Niemand wird sie verhindern können.

Vor drei Jahren waren die Hoffnungen noch groß: Der Südsudan wurde vom Nordsudan unabhängig, mit den vorhandenen Bodenschätzen und der Landschaft wollte das Land wirtschaftlich und touristisch aufblühen.

Vor drei Jahren Hoffnung, heute Elend

Doch heute ist davon wenig übrig: Machtpolitische Streitereien zwischen aktuellen und ehemaligen Regierungsmitgliedern führten zu bewaffneten Kämpfen. Hunderttausende Menschen mussten fliehen – entweder vor den Regierungstruppen, oder vor den Rebellen.

Weil die Menschen flüchten mussten, können sie ihre Felder nicht bestellen. Die Regenzeit, die unmittelbar bevorsteht, bringt dieses Jahr also keine ertragreichen Äcker, sondern eine riesige Hungersnot – auf die sich internationale Hilfsorganisationen bereits mit Hochdruck vorbereiten.

Für CARE, eine dieser Organisationen, ist Sandra Bulling im Südsudan. Sie beschreibt uns, wie die Lage vor Ort aussieht und welche Schritte man jetzt noch tun kann, um sich auf die kommende Katastrophe vorzubereiten.

Sandra Bulling CAREMan geht momentan davon aus, dass ca. vier Millionen Menschen von einer Hungersnot betroffen sein werden, wenn sich nichts bessert.Sandra BullingMitarbeiterin für CARE im Südsudan 
Hungersnot im Südsudan - Eine Katastrophe mit Ankündigung