Mali: zwischen Rückkehr der Islamisten und Beginn der EU-Ausbildungsmission

02.04.2013

Ein Land zwischen Hoffnung und Angst: In Mali wird weiterhin gekämpft. Islamisten sind bis nach Timbuktu zurückgekommen. Gleichzeitig beginnt eine Ausbildungsmission der EU, um das malische Militär zu stärken.

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (r.) mit dem Verteidigungsminister von Mali, Yamoussa Camara (M.) und dem französischen Brigadegeneral und Kommandeur der Ausbildungsmission, Francois Lecointre (l.), in einer Kaserne in Koulikore, in der die EU-Ausbildungsmission stattfinden wird. Foto: © Oliver Lang/ dapd

Seit einem Putsch im März 2012 versuchen Islamisten das westafrikanische Land Mali unter ihre Kontrolle zu bringen.

arbeitet für die Konrad-Adenauer-Stiftung im Senegal.Andrea Kolbarbeitet für die Konrad-Adenauer-Stiftung im Senegal. 

Nach einer zunächst erfolgreichen Intervention der französischen Armee sind die islamistischen Kämpfer nun zurück in der Wüstenstadt Timbuktu. Am Wochenende gab es heftige Gefechte zwischen ihnen und den Franzosen.

Gleichzeitig beginnt gerade eine Ausbildungsmission der EU: Die malische Armee soll den Kampf gegen die Rebellen selbst führen können. Dabei helfen auch 80 deutsche Ausbilder mit.

Gefahr eines langen Bürgerkriegs

Nach einem schnellen Sieg der Franzosen sieht es längst nicht mehr aus. Und während die Islamisten an Boden gewinnen und die Ausbildung der malischen Armee beginnt, plant Frankreich schon einen Truppenabzug: Von den viertausend jetzt in Mali stationierten Soldaten sollen Ende des Jahres nur noch eintausend übrig sein.

Über die Situation in Mali haben wir mit Andrea Kolb gesprochen. Sie ist die Leiterin des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung für Senegal und Mali.

Die malische Armee ist in sich gespalten zwischen Putschisten und Anti-Putschisten, so dass nicht nur materiellen die Voraussetzungen der malischen Armee sehr schlecht sind, sondern eben auch personell.