Meinungskampf und Inszenierung: Wie in den USA Wahlen entschieden werden

03.11.2010

Skurille TV-Shows, bunt-laute Menschenmassen, Werbespots über Hexen und Verschwörungstheorien: Wahlkampf in den USA funktioniert etwas anders, als bei uns. Ein Expertengespräch.

Bei den Midterm Elections bekam bisher eigentlich jeder amtierende US-Präsident einen “Denkzettel” - Obama ging es nicht anders. / © Roland Magunia (dpp)

Bei den mid-term-elections in den USA haben die Demokraten um Präsident Obama eine herbe Niederlage einstecken müssen. Obamas Partei ist von den Wählern bei den Kongresswahlen abgestraft worden. Die Demokraten haben ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus an die Republikaner verloren. Im Senat konnten sie aber ihre Mehrheit offenbar verteidigen. Trotzdem ist der Ausgang dieses Stimmungstests für Präsident Obama eine Niederlage. Die Konservativen haben sich in den USA durchsetzen können und ihre Anhänger besser mobilisiert.

ist Politikwissenschaftler an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.Prof. Klaus Stüweist Politikwissenschaftler an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. 

Der Wahlkampf in den USA ist mit seiner medialen Macht mit einem europäischen Wahlkampf kaum vergleichbar. Sender wie FOX trommeln wochenlang für die Republikaner und der Ton unter den Kontrahenten ist nicht gerade zimperlich. Hexenworwürfe gehören da noch zum harmloseren Inventar.

Medialisierung, Inszenierung und Wirkung amerikanischer Wahlkämpfe hat Klaus Stüwe untersucht, wir sprechen mit dem Politikwissenschaftler darüber.