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Mexiko: Wie Angst und Korruption den Drogenkrieg befeuern

Die Polizei ist machtlos, das Militär unterlegen – im mexikanischen Drogenkrieg übernehmen Drogenkartelle die Überhand. Allein im Jahr 2010 kamen 11.500 Menschen ums Leben – Report eines ausweglosen Kampfes.

Sie heißen El-Barbie, El-Grande oder El-Teo. Und sie sind die gefährlichsten Drogenbosse der Welt. Im Laufe einer Karriere bringen sie hunderte Menschen ums Leben. Zu Hause sind sie in Mexiko – mitten im Drogenkrieg, gegen den die mexikanische Bundespolizei erfolglos ankämpft.

Heute Morgen ist wieder einer dieser Bosse gefasst worden, El-Compayito – laut Behörden ist das ein großer Schlag gegen die Drogenbanden. Denn El-Compayito war angeblich einer der einflussreichsten Drogenbosse überhaupt. Das wurde allerdings letztes Jahr, als die Polizei El-Barbie fasste, auch gesagt. Doch an der Gewalt in Mexiko hat sich seitdem nicht viel geändert.

Karl-Dieter Hoffmann - Lateinamerika-Experte und Politikwissenschaftler. Foto: © Karl-Dieter Hoffmann.

Lateinamerika-Experte und Politikwissenschaftler. Foto: © Karl-Dieter Hoffmann.
Karl-Dieter Hoffmann

Die Gewalt nimmt sogar ständig zu. Noch nie gab es so viele Opfer im Zusammenhang mit Drogenhandelsdelikten. – Karl-Dieter Hoffmann.

Karl-Dieter Hoffmann ist Lateinamerika-Experte und Politikwissenschaftler an der Katholischen Universität Eichstätt.

Er hat detektor.fm im Interview erläutert, warum die Strategie der mexikanischen Regierung vollständig scheitert und wo die eigentliche Ursache des Drogenkriegs liegt.

Ob ein Deal der mexikanischen Regierung mit den Drogenkartellen die einzige Lösung ist, das Morden zu beenden, hören Sie im Interview.