Nach der Wahl: Wie sieht die künftige außenpolitische Agenda der USA aus?

07.11.2012

Europa mag das nicht gern hören: aber die amerikanische Außenpolitik hat Wichtigeres im Sinn, als uns. Mit der Wiederwahl von Barack Obama kann der sich jetzt um die Baustellen kümmern: Iran ist eine, die Beziehungen zu China eine andere.

Barack Obama mit dem scheidenden chinesischen Präsident Hu Jintao. Wohin steuert die amerikanische Außenpolitik nach der Wiederwahl ihres Präsidenten? Foto: © Peer Grimm / dapd

Nun ist das Medienereignis der letzten Wochen also vorbei. Mit der Wiederwahl von Barack Obama als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika endet der teuerste Wahlkampf in der Geschichte des Landes. Doch nun muss sich der alte und neue mächtigste Mann der Welt wieder dem politischen Alltag zuwenden.

Europachef des Thinktanks «Carnegie» in Brüssel.Jan TechauEuropachef des Thinktanks «Carnegie» in Brüssel. 

Große Relevanz wird dabei auch auf der künftigen Außenpolitik der USA zukommen. Bereits während der TV-Debatten lieferten sich Obama und Romney hitzige Diskussionen zu diesem Thema.

Auffällig ist dabei gewesen, dass Europa nur noch eine untergeordnete Rolle in den Gesprächen spielte und sich der Fokus auf die asiatisch-pazifische Region verschoben hat.

Obama hat Europa nicht richtig auf der Agenda gehabt.

Das sagt unser Interviewpartner. Besonders die aufstrebende Wirtschaftsmacht China und der Iran, der mit seinem umstrittenen Atomprogramm für Zündstoff sorgt, stehen und standen für die Amerika im Mittelpunkt des Interesses.

Doch wie kann Europa hier seine Rolle finden – und welche ist das überhaupt? Wir sprechen darüber mit Jan Techau, dem Europachef der internationalen Denkfabrik Carnegie.

Die Hausaufgaben in den transatlantischen Beziehungen müssen nicht in Amerika gemacht werden, sondern bei uns. (Jan Techau)