Nach Niedersachsen-Wahl: CDU populär, aber ohne Partner?

21.01.2013

Noch lange nachdem die Wahllokale schließen, steht das endgültige Ergebnis nicht fest. Schließlich verliert Schwarz-Gelb mit einem Mandat - die Generalprobe für den Bund?

Kanzlerin Merkel und ihr Niedersachsen-Kandidat McAllister: Machtverlust, trotz größtem Wählerzuspruch. Foto: Nigel Treblin / dapd.

Bei der gestrigen Landtagswahl in Niedersachsen gibt es drei Gewinner: Grüne und FDP, weil sie das beste Ergebnis ihrer Geschichte erzielen und die SPD, weil sie mit Stephan Weil den künftigen Ministerpräsidenten stellen wird.

ist Politikwissenschaftler an der FU Berlin.Nils Diederichist Politikwissenschaftler an der FU Berlin. 

Verloren hat vor allem die CDU: Als stärkste Partei mit den meisten Stimmen reicht es trotzdem nicht zum Machterhalt.

Das Dilemma von MacAllister scheint auch für Merkel und die Bundes-CDU zu gelten: Obwohl die Popularitäts- und Umfragewerte hoch sind, könnte auch die Kanzlerin ihre Macht im kommenden Herbst verlieren – und das trotz der Fehltritte von SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück in den vergangenen Wochen. Das Problem der CDU heißt in jedem Fall: FDP. In Niedersachsen, weil die Stimmenleihgabe der CDU letztendlich für Schwarz-Gelb nicht reicht, im Bund, weil die FDP sich immer noch nicht erholt hat.

Über das Dilemma der CDU und ihre Aussichten im anstehenden Bundeswahlkampf sprechen wir mit Nils Diederich. Er ist Politikwissenschaftler an der Freien Universität Berlin.