NATO Strategiepapier 2010 – eine neue Ausrichtung für das Militärbündnis?

19.11.2010

Ab heute treffen sich in Lissabon die Mitglieder der NATO, um über die künftige Ausrichtung des Bündnisses zu diskutieren. Im Mittelpunkt steht auch hier der Kampf gegen den globalen Terrorismus.

Die NATO muss sich neu positionieren, will sie weiter bestehen. Foto: NATO.

Andreas Zumach - Die kommenden Kriege: Ressourcen, Menschenrechte, Machtgewinn - Präventivkrieg als Dauerzustand?

Die kommenden Kriege: Ressourcen, Menschenrechte, Machtgewinn - Präventivkrieg als Dauerzustand?

Andreas Zumach

(Kiepenheuer & Witsch, bereits erschienen)

taz-Autor und Experte für internationale Organisationen. Foto: Kristin Flory.Andreas Zumach.taz-Autor und Experte für internationale Organisationen. Foto: Kristin Flory. 

Die Organisation des Nordatlantikvertrages, besser bekannt als NATO, ist vor mehr als sechzig Jahren als Militärbündnis gegen Sowjetunion und die sozialistischen Staaten gegründet worden. Heute gibt es die Sowjetunion nicht mehr und den Sozialismus gibt es vielleicht noch in Kuba oder Nordkorea. Aber die NATO gibt es immer noch. Ihre historische Aufgabe ist eigentlich erfüllt, nun stellt sich für die Organisation die Frage, wie weiter. Organisationen neigen jedoch nicht dazu, sich selbst abzuschaffen. Also braucht man neue Rechtfertigungen und neue Strategien. Ab heute trifft sich die NATO in Lissabon, um über eben diese neuen Strategien abzustimmen. „Strategiekonzept 2010“ heißt das Ganze.

 

Andreas Zumach ist der Spezialist für internationale Organisationen bei der taz und er hat das Strategiekonzept 2010 bereits gelesen.