Neue Atomgespräche mit Iran – Wenige Erwartungen

06.12.2010

Seit heute verhandelt in Genf ein selbstbewusstes Land um sein Atomprogramm. Die WikiLeaks-Affäre und neue Erfolge in der Urananreicherung machen Iran zu einem zähen Gesprächspartner.

Irans Präsident Mahmud Achmadinedschad © Axel Schmidt/ DDP

Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Sicherheit und Politik Berlin. / © SWPDr. Walter PoschWissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Sicherheit und Politik Berlin. / © SWP 

Dementsprechend Bescheiden sind auch die Erwartungen, die der Iran-Experte Walter Posch an die Gespräche in Genf hat. Eine mittelfristige Rückkehr auf die Vereinbarung, die man schon vor einem Jahr angepeilt hatte, wäre schon ein Erfolg. Iran gibt seit Sonntag offiziell zu, dass es eigenständig Kernbrennstoff herstellen kann. Außerdem enthüllte die jüngste WikiLeaks-Affäre, welchen Respekt die USA und Irans Nachbarn vor dem Land momentan haben. Bis Dienstag will die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton mit Irans Chefunterhändler Said Dschalili verhandeln. Was dabei zu welchem Preis herauskommen kann, haben wir den Iran-Experten Walter Posch von der Stiftung für Wissenschaft und Politik gefragt.