Neue Baskenpartei zur Wahl angemeldet – Das Ende von ETA?

09.02.2011

Regionalwahlen in Spanien: Im Baskenland meldet sich eine neue Separatisten-Partei zur Wahl an. Wieder ein politischer Arm der ETA? "Sortu" sagt: Nein!

Anti - ETA Protetste in Madrid nach den Anschlägen von 2004. Bild: Oliver Lang/ ddp

Man nennt die ETA auch die letzte Terrororganisation von Europa. Seit Über 50 Jahren kämpft die Euskadi Ta Askatasuna für ein unabhängiges Baskenland. Nachdem die letzte Waffenruhe 2006 gebrochen hat, haben Polizeieinsätze die Schlagkraft der Organisation stark dezimiert. Auch einen politischen Arm der Separatistenbewegung zu gründen, wurde in den letzten Jahren von der spanischen Justiz verhindert. Jetzt gibt es einen neuen Versuch, die Partei heißt „Sortu“.

Publiziert zu Innenpolitik und Geschichte SpaniensSören BrinkmannPubliziert zu Innenpolitik und Geschichte Spaniens 

„Sortu“ distanziert sich klar von der Gewalt, die von ETA ausgeht. In Spanien keimt Hoffnung auf ein friedliches Ende des Baskenland-Konfliktes. Aber es gibt auch Misstrauen: Obwohl personell bisher keine Verbindung zu ETA erkennbar ist, wie unabhängig ist „Sortu“ wirklich? Ob die Partei zur Wahl zugelassen wird, ist noch fraglich. Sind die Hoffnungen berechtigt? Wir haben Sören Brinkmann von der Universität Nürnberg-Erlangen gefragt, der zur spanischen Innenpolitik publiziert.