Nie wieder Erdbeerjoghurt ohne Erdbeeren? EU beschließt Lebensmittelkennzeichnung

07.07.2011

Gestern hat das EU-Parlament die neue Verordnung verabschiedet, und schon hagelt es Kritik: Verbraucherschützer befürchten weiter Werbe-Lügen auf Lebensmittelverpackungen.

In Zukunft muss drin sein, was drauf steht. / Foto: © Egon Häbich/pixelio.de

Wenn auf dem Joghurtbecher schmackhafte Erdbeeren zu sehen sind, dann hofft der gemeine Kunde, dass da auch wirklich welche drin sind. Darauf kann man sich aber derzeit nicht verlassen. Statt Früchte sind dann oft sind nur Erdbeer-Aroma und Farbstoff drin. Genauso wie ein Produkt namens „Käse-Pizza“ nicht unbedingt Käse enthalten muss – häufig enthält es nur ein Imitat. Das soll sich ändern.

Deshalb hat gestern das EU-Parlament eine neue Lebensmittel-Informationsverordnung verabschiedet. Sie soll dafür sorgen, dass Verbraucher genau wissen, was sie essen. Die Hersteller müssen in Zukunft auch genau auf die Verpackung schreiben, wieviel Fett, Zucker, Salz und Kalorien das Produkt enthält.

Verbraucherschützer kritisieren die neue Regelung – sie geht ihnen nicht weit genug. Nach Ansicht der Organisation »foodwatch« hat die Lebensmittelindustrie ihre Wünsche weitgehend durchgesetzt. »foodwatch«-Sprecherin Christiane Groß erklärt uns, warum sie die Verordnung für Etikettenschwindel hält.