OECD-Studie: Zu wenig Hochqualifizierte in Deutschland

14.09.2011

Laut dem Bericht "Bildung auf einen Blick 2011" der OECD steigt der Anteil Top-Ausgebildeter hierzulande langsamer als anderswo. Müsste Deutschland deutlich mehr Jugendliche auf die Uni schicken?

Trotz voller Hörsäle: Seit fünf Jahrzehnten hat sich die Anzahl der Hochqualifizierten in Deutschland kaum geändert. / Foto: © Torsten Silz/dapd

ist Sozialwissenschaftler und Bildungsexperte.Klaus Hurrelmannist Sozialwissenschaftler und Bildungsexperte. 

Die Zahl der Studenten in Deutschland ist auf Rekordniveau und die Hörsäle platzen aus allen Nähten. Da sollte man doch denken, dass es dem Land nicht an Top-Ausgebildeten mangelt.

Zu einem ganz anderen Ergebnis kommt allerdings der Bericht „Bildung auf einen Blick“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, kurz OECD. Darin heißt es, Deutschland hinke bei der Ausbildung von Top-Talenten anderen Ländern hinterher und die Zahl Hochqualifizierter sei seit fünfzig Jahren kaum gewachsen.

Was ist an dieser Studie dran und wo liegen die Gründe für das schlechte Abschneiden Deutschlands?

Das haben wir Professor Klaus Hurrelmann gefragt. Er ist Sozial- und Bildungswissenschaftler und beschäftigt sich seit Jahren mit dem deutschen Sozialstaat. Seit 2009 arbeitet er an der Hertie School of Governance in Berlin.