OECD-Studie: Betreuungsgeld schadet Migranten

11.06.2012

Als negatives Beispiel nennt die Studie Norwegen. Dort gibt es bereits ein Betreuungsgeld - mit negativen Folgen vor allem für die Job-Aussichten von Frauen und Migranten.

Sandkasten statt Arbeitsplatz - das Betreuungsgeld könnte ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Foto: © Christoph Soeder/dapd

ist Integrationsexperte bei der OECD.Thomas Liebigist Integrationsexperte bei der OECD. 

Es war einer der großen Zankäpfel der schwarz-gelben Koalition: Das Betreuungsgeld. Nach monatelangen Diskussionen haben sich die Spitzen von CDU, CSU und FDP mittlerweile darauf geeinigt, es einzuführen.

Jetzt ist eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bekannt geworden, die sich auch mit dem Betreuungsgeld auseinandersetzt. Sie sieht die Pläne kritisch.

Laut der Studie setzt das Betreuungsgeld vor allem für Frauen und Migranten einen falschen Anreiz: Sie bleiben häufig lieber zu Hause und nehmen das Geld anstatt arbeiten zu gehen. Ob damit den Kindern am Ende geholfen ist?

Wir haben mit dem Integrationsexperten der OECD Thomas Liebig gesprochen, einem der Macher der Studie.