Ostafrika – Hungersnot bedroht zehn Millionen Menschen

12.07.2011

Mehr als zehn Millionen Menschen sind in Ostafrika von Hunger und Dürre bedroht. Am schlimmsten ist die Situation im kenianischen Dadaab. Rund 380.000 Flüchtlinge leben dort.

Ein Flüchtlingscamp in Nordäthiopien - das Land ist ebenfalls von der schweren Dürre betroffen. (© John Lavall / wikimedia)

Das Flüchtlingslager Dadaab war ursprünglich für 90.000 Menschen geplant, inzwischen ist das Camp um das Vierfache gewachsen. Täglich werden 1.500 neue Flüchtlinge in das Lager aufgenommen, das schon in den neunziger Jahren gebaut wurde. Damals sind hundertausende Somalier vor Bürgerkrieg und Hungersnot geflüchtet, heute flüchten sie vor allem vor der Dürre.

ist Pressesprecher von CARE Deutschland-Luxemburg e.V.Thomas Schwarzist Pressesprecher von CARE Deutschland-Luxemburg e.V. 

Schon vor Monaten hat die UN international um Hilfe für die Region gebeten, die UNO warnt jetzt vor einer Jahrhundertnot. Nahrung, Wasser und Hilfsgüter fehlen in Somalia, Äthiopien, Kenia und Dschibuti.

Die internationale Hilfsorganisation CARE hat jetzt einen internationalen Spendenaufruf gestartet und will so 17,5 Millionen Euro einwerben.

Wofür das Spendengeld eingesetzt wird, was die Ursachen für die Dürre am Horn von Afrika sind und welche logistischen Herausforderungen sich vor Ort stellen, haben wir Thomas Schwarz von CARE gefragt.

Dadaab war ursprünglich für 90.000 Menschen geplant, inzwischen ist das Lager um das Vierfache gewachsen