Parteitag der Grünen: vom Weltverbesserer zur Volkspartei?

27.06.2011

Grün mal anders: Während Umweltverbände vor den Türen protestierten, streiten im Inneren die Grünen über die AKW-Laufzeiten. Beobachten wir hier das Ende der grünen Partei, wie wir sie kennen?

Betrachtet die Pläne der Parteispitze mit Argwohn - Grünen-Abgeordneter Hans-Christian Ströbele. / © Timur Emek (ddp)

Gibt es Ärger im Paradies? Seit einiger Zeit schwimmen die Grünen auf einer Popularitätswelle – ihre Umfragewerte sind weiterhin so hoch wie nie zuvor. Da droht die Atomausstiegs-Frage die Partei zu spalten.

freie Journalistin im Journalistenbüro von detektor.fmJohanna Kutschefreie Journalistin im Journalistenbüro von detektor.fm 

Während die Parteispitze ihr „Ja“ zu den Regierungsplänen, alle AKW bis 2022 abzuschalten, geben will, regt sich in der Parteibasis einiger Unmut gegen diese Entscheidung. Der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele kündigte vor wenigen Tagen im „Spiegel-Online“-Interview massiven Widerstand gegen die Pläne der Parteispitze an.

Am Wochenende nun trafen sich die Grünen zu einem Sonderparteitag. Und hatten dort über zwei konkurrierende Anträge abzustimmen – und damit über die Frage, ob man den Ausstiegskurs der Regierung mitgehen soll, oder nicht. Wie die Stimmung vor Ort aussah und ob sich die Grünen so langsam vom Bild des häkelnden Weltverbesserers hin zur Volkspartei bewegen, haben wir unsere Kollegin Johanna Kutsche gefragt, die den Parteitag in Berlin beobachtet hat.