peerblog.de – wenn Unternehmer Wahlkampf betreiben

05.02.2013

Wieder einmal hat Peer Steinbrück Probleme mit der Transparenz. Diesmal wird peerblog.de kritisiert - eine Webseite, die über den SPD-Spitzenkandidaten berichtet und von fünf bislang anonymen Unternehmen betrieben wird.

Um Peer Steinbrück zu unterstützen, haben sich fünf Unternehmer zusammengeschlossen. Foto: Screenshot/ peerblog.de

Peer Steinbrück hat keinen guten Start als Spitzenkandidat der SPD hingelegt – immer wieder brüskiert er Wähler und Partei-Genossen mit umstrittenen Äußerungen oder mit Gehältern für Vorträge.

Chefredakteur beim «Stern». Foto: © Clemens Bilan /dapd.Hans-Ulrich JörgesChefredakteur beim «Stern». Foto: © Clemens Bilan /dapd. 

Doch es schien zuletzt so, als habe Steinbrück aus seinen Fehlern gelernt. Es war in den letzten Wochen nicht mehr viel Negatives über ihn zu lesen.

Ich kann überhaupt nicht begreifen, wie Steinbrück sich darauf einlassen konnte.

Jetzt aber machen ausgerechnet Unterstützer Steinbrück das Politikerleben wieder schwer – umstritten ist der Peerblog unter anderem, weil die Initiatoren unbekannt sind und das wohl bleiben wollen. Viele Beobachter kritisieren die mangelnde Transparenz.

Ob peerblog.de wirklich so unabhängig ist, wie die Initiatoren angeben und wie hilfreich er wirklich für den SPD-Spitzenkandidaten ist – darüber haben wir mit Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Stern-Chefredaktion, gesprochen.

Das Niveau, das hier eingeschlagen wird, wenn sich das nicht drastisch erhöht in den nächsten Wochen, dann is es einfach billige Polemik gegen Merkel und auch billig für ihn – das überzeugt niemanden. – Hans-Ulrich Jörges