Polizei und Gewalt

21.05.2010

Zunehmende Gewalt gegen Polizisten lässt den Ruf nach härteren Strafen laut werden. Ein Streitgespräch in der Hamburger taz-Redaktion fragt nach den Ursachen.

Polizisten und Demonstranten während einer Demonstration in Hamburg. Quelle: Sebastian Willnow/ ddp.

Polizei und Gewalt – Ein Streitgespräch über die Polizei als Opfer und Ausübende von Gewalt mit Martin Herrnkind von Amnesty International und Joachim Lenders, Vorsitzender der Hamburger Polizeigewerkschaft. Moderiert wird das Gespräch von der taz-Redakteurin Friederike Gräff.

Amnesty International - Fachgruppe Polizeirecherche. Quelle: Miguel FerrazMartin HerrnkindAmnesty International - Fachgruppe Polizeirecherche. Quelle: Miguel Ferraz 

Gerade im Fußballbereich haben wir eine Steigerung von Gewalt gegen Polizeibeamte. Das  ist eine neue Form von Gewaltkultur in unserer Gesellschaft.“

 

In den 50er-Jahren reichte die Polizei-Uniform aus, um eine Anordnung eines Polizisten durchzusetzen. Das hat sich heute geändert.“

 

Es war früher nicht erforderlich oder nicht in Mode Polizisten während der Ausbildung in Kommunikation zu unterrichten. Das wird heute gemacht.“

 

Hamburger Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Quelle: Miguel Ferraz.Joachim LendersHamburger Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Quelle: Miguel Ferraz.

 

„Ich bin ein Verfechter einer Verschärfung des Paragraphen 113. Gewalt gegen Polizisten muss mit bis zu 5 Jahren bestraft werden und nicht wie momentan mit maximal 2 Jahren. Das ist zu wenig.“

 

„Ich verstehe nicht, warum Gewalt gegen Polizeiautos stärker bestraft wird als Gewalt gegen Polizisten.“

 

 

 

Hören Sie hier die Höhepunkte der Diskussion: