Polizeigewalt auf Demos – Wer ist hier eigentlich aggressiv?

07.06.2013

Die Polizei soll auf Demos für Sicherheit sorgen, aber wie weit darf sie dabei gehen? Polizeigewalt wie kürzlich bei "Blockupy Frankfurt" sorgt immer wieder für Diskussionen, ob die Polizei angemessen handelt.

Bei einer Blockupy-Demonstration ist die Polizei durch gewalttätige Eingriffe aufgefallen. Foto: © Martin Kliehm/flickr.com

Die Polizei als „Freund und Helfer“ sorgt für Ordnung und Ruhe und schützt Menschen vor gewalttätigen Übergriffen. Bei den Blockupy-Demonstrationen am 1. Juni in Frankfurt wurden die Polizisten allerdings in den Augen vieler Beobachter selbst zu den Gewalttätigen.

beobachtet die Entwicklung mit Sorge. / Foto: © Nicole SerockaRafael Behrbeobachtet die Entwicklung mit Sorge. / Foto: © Nicole Serocka 

Kanonen auf Spatzen

Vor den Augen der anwesenden Presse haben Polizisten friedliche Demonstranten geschlagen, getreten und mit Pfefferspray verletzt. Sogar die Sanitäter wurden daran gehindert, die Verletzten zu versorgen.

Der Aufschrei in den Medien ist demzufolge groß. Die Blockupy-Aktivisten haben eine kurzfristige Demo gegen Polizeigewalt angesetzt – eine Woche nach den Vorfällen.

Kritik aus den eigenen Reihen

In den letzten Jahren ist die Polizei immer weiter aufgerüstet worden – mit Ausrüstung, die auch bei friedlichen Demos zum Einsatz kommt. Es wird diskutiert, ob eine so starke Bewaffnung der Polizei überhaupt nötig ist.

Über diese Frage haben wir mit Rafael Behr gesprochen. Er ist Professor an der Hochschule der Polizei in Hamburg und forscht zum Thema Polizeigewalt.