Pooling & Sharing im Militär: Auf dem Weg zur europäischen Armee?

30.04.2013

Die EU-Länder sparen bei Rüstungs- und Verteidigungsausgaben, indem sie neue Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit entwickeln. Gibt es bald sogar eine europäische Armee?

NATO-Hauptquartier in Brüssel: Die Fahnen wehen in eine Richtung, in der Sicherheitspolitik gehen die einzelnen Länder dagegen schon mal verschiedene Wege.  Foto: UD/Frode Overland Andersen bei flickr

Der Bundeshaushalt soll bis 2014 ausgeglichen werden. Das hat die Regierung Anfang des Jahres beschlossen. Besonders hart muss Verteidigungsminister Thomas De Maizière sparen: er soll insgesamt zwei Milliarden Euro weniger für sein Ressort ausgeben.

Die Tugend aus der Not

Ein Weg, die Militärausgaben zu reduzieren, ist für viele Länder das sogenannte Pooling & Sharing. Das Prinzip ähnelt dem Car-Sharing: bei immer mehr Einsätzen legen NATO- und EU-Streitkräfte durch sogenanntes Pooling Kontingente zusammen und teilen Ressourcen. Das ist für die einzelnen Länder kostengünstig, denn die Kosten für Waffen, Transportmittel und Rüstungsforschung muss so nicht jedes Land einzeln tragen. Aber wie das Car-Sharing hat sich auch das militärische Pooling und Sharing noch nicht überall etabliert.

Worin die Probleme liegen und was es mit Pooling und Sharing beim Militär auf sich hat, darüber haben wir mit Christian Mölling von der Stiftung Wissenschaft und Politik gesprochen. Dort forscht er zum Thema „Sicherheitspolitik“.