Präsidentschaftswahlen in Honduras: Wird sich die Lage im Land ändern?

22.11.2013

Vor gut vier Jahren putscht sich der derzeitige honduranische Präsident Porfirio Lobo Sosa ins Amt. Dieser Machtwechsel ist von vielen Honduranern und der internationalen Gemeinschaft nicht anerkannt worden. Am Sonntag wird in dem mittelamerikanischen Staat nun neu gewählt.

Der 2009 geputschte Präsident Manuel Zelaya Rosales. Seine Frau könnte die kommende Wahl gewinnen. Foto:Agência Brasil/ Wikimedia Commons

berichtet aus Honduras.Jutta Blumeberichtet aus Honduras. 

Über vier Jahre ist es jetzt her, dass der amtierende Präsident Manuel Zelaya Rosales in Honduras gewaltsam seines Amtes enthoben wurde. Am Morgen des 28. Juni 2009 stürzte das Militär in Honduras sein Staatsoberhaupt aufgrund eines Verfassungskonfliktes. Bei der folgenden Präsidentschaftswahl im November – die aber unter Kontrolle der Putschisten stattgefunden hat – ist Porfirio Lobo Sosa zum Präsidenten gewählt worden.

In seiner Amtszeit ist die Zahl der Gewalttaten und der Korruptionsskandale gestiegen. Gesetzesänderungen haben die Kriminalisierung sozialer Bewegungen erleichtert und das Land stark militarisiert.

Neue Hoffnung

Am kommenden Sonntag wird in dem mittelamerikanischen Staat neu gewählt. Mehr als 700 Wahlbeobachter sind nach Honduras geschickt worden. Die Ehefrau des 2009 gestürzten Präsidenten, Xiomara Castro, hat scheinbar gute Chance auf das Amt. Über die Stimmung im Land und die anstehende Wahl haben wir mit der Journalistin Jutta Blume gesprochen.

Es ist eine historisch bedeutsame Wahl für dieses Land.[…] Die erste Wahl bei der direkt vier neue Parteien antreten. Honduras ist ein Land das geprägt ist vom traditionellen Zwei-Parteien-System. – Jutta Blume