Proteste in Syrien: Wie wahrscheinlich ist der Sturz des Regimes?

28.04.2011

Die Lage in Syrien eskaliert offenbar. Inzwischen werden die Soldaten beim Einsatz gegen die demonstrierende Bevölkerung von Panzern flankiert. Der Sturz des Regimes scheint nicht mehr ausgeschlossen - aber was dann?

Zwei Protagonisten der Rebellionen in den arabischen Staaten - Baschar al-Assad und Muammar al-Gaddafi. Foto: © presidentassad.net

In Syrien setzt das Regime weiter auf Gewalt gegen den protestierenden Teil der eigenen Bevölkerung – in Duma, einem Vorort der Haupstadt Damaskus, sind die Streitkräfte bereits mit Unterstützung von Panzern eingerückt.

Über 400 Menschen sind bei den Unruhen getötet worden – die syrische Opposition, die sich jetzt zu einem einheitlichen Bündnis zusammengeschlossen hat, fordert von Präsident al-Assad den Übergang zur Demokratie einzuleiten.

Der Sturz des Regimes scheint nicht mehr ausgeschlossen. Die möglichen Folgen sind unvorhersehbar – immerhin ist Syrien in fast allen Konflikten in der Region verwickelt.

ist Chefredakteuer bei »Zenith - Zeitschrift für den Orient«.Daniel Gerlachist Chefredakteuer bei »Zenith - Zeitschrift für den Orient«. 

Es sind sich alle Beobachter einig, dass ein Sturz Syriens dramatische Folgen für den ganzen Nahen Osten haben könnte.

Über die gewaltätige Eskalation des Konflikts und die möglichen Folgen eines Regimesturzes, haben wir mit Daniel Gerlach gesprochen. Er ist der Chefredakteur von „Zenith – Die Zeitschrift für den Orient“.

Im Interview erklärt er, warum niemand so wirklich weiß, welche Gruppierungen hinter der Oppositions-Initiative stecken und warum ein Eingriff der internationalen Gemeinschaft in Syrien eher unwahrscheinlich sei.