Racial Profiling – Wann fängt Diskriminierung an?

03.12.2012

Dürfen Menschen nur aufgrund ihres Äußeren von der Polizei überprüft werden? Im Alltag passiert das ständig - bisher. Ein Urteil erklärte die Praxis kürzlich für rechtswidrig. Nun will eine Petition das sogenannte Racial Profiling vollends stoppen.

Racial Profiling bezeichnet polizeiliche Kontrollen aufgrund äußerer Merkmale. Diese Überprüfungen sind bereits verboten, werden aber immer noch durchgeführt. / Foto:© Andreas Gebhard/dapd

Dutzende Menschen sitzem im Zugabteil – aber gerade der eine dunkelhäutige Reisende wird von der Polizei kontrolliert: Racial Profiling heißt diese Art der Polizeikontrolle, bei der nur aufgrund des Aussehens der Person eine Überprüfung vorgenommen wird.

ist Rechtsanwalt und setzt sich gegen Racial Profiling ein.Sven Adamist Rechtsanwalt und setzt sich gegen Racial Profiling ein. 

Hautfarbe darf nicht verdächtig machen

Das Oberverwaltungsgericht Koblenz hat in dieser Form der Kontrolle eine Form der Diskriminierung erkannt. Das Gericht gab Aaron K., einem jungen Studenten, recht, der sich durch eine derartige Überprüfung herabgesetzt fühlte.

Widerstand gegen Racial Profiling

Eine Online-Petition, die nun dem Innenausschuss des Bundestags vorgelegt werden soll, fordert ein generelles Ende der verdachtsunabhängigen Kontrollen.

Über Sinn und Unsinn von Racial Profiling sprechen wir mit dem Rechtsanwalt Sven Adam, der Aaron K. im Prozess vertreten hatte.