Rechtsextreme Gewalt gegen Flüchtlinge

Wenn der Wachschutz zur Bedrohung wird

29.09.2014

Nicht zum ersten Mal geraten Sicherheitsfirmen durch gewalttätige Übergriffe in Verruf. In Nordrhein-Westfalen sollen nun private Wachleute unschuldige Flüchtlinge misshandelt haben. Rechtextreme Hintergründe können nicht ausgeschlossen werden. Nur ein Zufall, oder gibt es in den Kreisen häufig ein Problem mit rechtsextremen Mitarbeitern?

Bilder wie in Guantanamo

Die gewalttätigen Angriffe von privaten Wachmännern auf Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen haben viele Menschen erschüttert. Im ZDF Morgenmagazin hieß es sogar, die grausamen Bilder erinnern an Guantanamo oder das irakische Gefängnis Abu Ghraib. Im Amtsdeutsch heißt es dann: Ein rechtsextremer Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden.

Keine Schulungen, keine Kontrolle

Wie kann es sein, dass Menschen, die aus Krisengebieten nach Deutschland fliehen und Schutz suchen, Opfer von rechter Gewalt werden? Und dass diese  ausgerechnet von Leuten ausgeübt wird, die für den Schutz der Flüchtlinge sorgen sollen.

Noch gibt es keine unabhängige Kontrollinstanz, welche die privaten Heim-Betreiber kontrolliert. Auch Schulungen für das Wachpersonal werden zu wenig und nicht verpflichtend angeboten. Nicht zuletzt steht die Gewinnmaximierung für die Betreiber im Vordergrund.

Rechtsextreme Gewalt in Flüchtlingsheimen – nur Zufall?

Es ist leider auch nicht das erste Mal, dass private Sicherheitsfirmen in Verruf geraten. Im Zusammenhang mit Flüchtlingsheimen sind sie ein umstrittenes Thema. Über die Rolle der Wachleute in den Heimen haben wir mit Jan Riebe von der Amadeu Antonio Stiftung gesprochen, deren Mitarbeiter sich der rechtsextremen Alltagskultur entgegenstellen möchten.