Rüstungsexporte: Fahren bald deutsche Panzer durch Katar?

30.07.2012

Deutschlands Rüstungsindustrie hofft auf neue Gewinne. Denn angeblich hat das Emirat Katar Interesse an 200 Panzern vom Typ "Leopard II". Was steckt dahinter?

Stein des Anstoßes: “Leopard II”-Panzer auf dem Weg durchs Gelände. Foto: © Axel Schmidt/ dapd

Joachim KrauseProfessor für internationale Politik an der Uni Kiel 

Es ist heute eine kurze Meldung in den Nachrichten: Regierungssprecher Georg Streiter bestätigt, dass Katar Interesse an deutschen „Leopard II“-Panzern hat. Bis dahin waren es nur Gerüchte, die erneut Diskussionen über deutsche Rüstungsexporte entfacht hat.

Dabei geht es vordergründig um die Frage, ob Deutschland Kriegswaffen in ein Land liefern darf, welches in den vergangenen Monaten und Jahren vor allem durch Menschenrechtsverletzungen auf sich aufmerksam machte. Ähnliche Diskussionen hat es zuletzt bei der Bestellung von Panzern durch Saudi-Arabien gegeben. Wirtschaftliche Interessen treffen auf ethische Bedenken.

Wie realistisch der „Waffendeal“ überhaupt ist und wie Rüstungsexporte eigentlich organisiert werden, darüber haben wir mit Joachim Krause gesprochen. Er ist Direktor des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel.