“Selbstbestimmtes Wollen” statt Zwang zum sozialen Engagement – was kommt nach dem Zivildienst?

30.08.2010

Wenn mit der Wehrpflicht auch der Zivildienst abgeschafft wird, tun sich Probleme auf. Werden Altenheime, Krankenhäuser und Sozialverbände das ohne weiteres wegstecken können?

Claudia Beck sieht den sozialen Dienst als Möglichkeit für junge Männer mit sozialen Berufen in Kontakt zu kommen. Foto: Martin Oeser (ddp)

ist Sprecherin des Deutschen Caritasverbandes.Claudia Beckist Sprecherin des Deutschen Caritasverbandes. 

Seit der Verteidigungsminister vor einigen Monaten das erste mal vorschlug, die Wehrpflicht auszusetzen, wird heiß über Sinn und Unsinn der Ausbildung bei Bundeswehr diskutiert. Eher am Rande wurden die Auswirkungen für den Zivildienst thematesiert. Das ändert sich allerdings gerade rapide. Denn schnell wurde klar, mit den Wehrpflichtigen fallen auch die Zivildienstleistenden weg – das könnte zu einem Problem für den gesamten sozialen Sektor werden. Zahlreiche Vorschläge und Modelle, wie man den drohenden Arbietskräftemangel im sozialen Sektor abfedern könnte, wurden in den letzten Wochen von verschiedenen Parteien entwickelt.  Wir haben mit Claudia Beck gesprochen. Sie arbeitet beim Deutschen Caritasverband, der seit Jahrzehnten mit Zivildienstleistenden arbeitet.

Hören Sie hier das Interview: