Spanien: Kann Rajoy das Land aus der Krise führen?

21.12.2011

Spaniens neuer Ministerpräsident Rajoy wurde heute vom spanischen König Juan Carlos I. vereidigt. Wie stehen die Spanier zu ihm - und kann er das Land wirklich aus der Krise führen?

Allein nächstes Jahr will Rajoy 16,5 Milliarden Euro einsparen - wo Kürzungen vorgenommen werden ist allerdings noch unklar. Foto: © Vriullop/ Wikipedia

Blogger und Journalist in Madrid.Reiner WandlerBlogger und Journalist in Madrid. 

Spanien hat jetzt offiziell einen neuen Ministerpräsidenten. Die konservative Volkspartei um Mariano Rajoy hat bei den Wahlen Ende November die absolute Mehrheit im Parlament erlangt. Der Wechsel von der sozialistischen zur konservativen Regierung im Parlament ist laut vielen Beobachtern auch das Ergebis der Wirtschaftskrise in Spanien.

Dabei hat der ehemalige Staatschef Zapatero seinem Nachfolger kein leichtes Amt überlassen: Spanien ist immer noch hoch verschuldet, knapp jeder fünfte Spanier ist arbeitslos. Zapatero hatte mitunter Gehälter im öffentlichen Dienst gekürzt, Kindergeld und Hilfe für Langzeitarbeitslose gestrichen sowie das Rentenalter erhöht.

Welche weiteren Einsparungen die Spanier erwartet und wie die aktuelle Stimmung ist, das fragen wir  Reiner Wandler. Er lebt als Blogger in Madrid und schreibt als Journalist unter anderem für die taz.