SPD denkt Occupy: “Demokratie statt Bankenmacht”

08.02.2012

Kein Kanzlerkandidat, kein richtiges Konzept: doch nun scheint die SPD Ihre Stoßrichtung für den Bundestagswahlkampf 2013 gefunden zu haben. Gegen die Finanzjongleure soll es gehen. Occupy-Gedanken und Social Media - wird das die Wähler ködern?

SPD Landesverbandzentrale in Berlin/ © Foto: Timur Emek / dapd

Geschäftsführer von pol-di.net e.V. und Politik-digital.deDr. Steffen WenzelGeschäftsführer von pol-di.net e.V. und Politik-digital.de 

„Demokratie statt Bankenmacht“ und „Wir sind Viele“, dass sind mögliche Slogans der SPD für die Bundestagswahl 2013. Denn unter diesen Titeln hat die Partei bereits ein Video und ein Diskussionsportal ins Netz gebracht.

Die SPD will sich zurzeit noch nicht auf einen Kanzlerkandidaten festlegen, fängt aber langsam an, den Kurs für den Wahlkampf zu bestimmen. Unter anderem setzt sie deutlich auf Kritik an Finanzspekulanten und  sogenannten „Kasino-Kapitalisten“. Wie das Handelsblatt berichtet, soll dies die Haupt-Argumentationslinie für den Wahlkampf werden – eine Werbeagentur sei bereits mit den Arbeiten dazu beauftragt.

Im November lief der erste Testlauf auf  Youtube: „Demokratie statt Bankenmacht“ heißt das Video – und die Kommentare waren verheerend. Neben Inhalten braucht es im Wahlkampf wohl doch einen Gegner, mein Steffen Wenzel:

Solange es keinen Spitzenkandidaten gibt, solange wird die Kanzlerin auch nicht attackiert.

Wie die Chancen der SPD mit solch einem Wahlkonzept stehen und warum nicht einmal der Name der Kontrahentin Angela Merkel fällt, darüber haben wir uns mit Steffen Wenzel gesprochen, dem Geschäftsführer von Politik-digital.de.