Spionage in und aus Deutschland

Gehört Spionage zum politischen Alltag?

11.07.2014

Zwei amerikanische Agenten wurden in Deutschland enttarnt. Die Bundesregierung ist empört. Wer spioniert hier noch? Wo spioniert Deutschland? Und ist das Ganze jetzt wirklich eine neue Qualität? Fragen an den Spionageexperten Erich Schmidt-Eenboom.

Das Reichstagsgebäude und die amerikanische Botschaft im Vordergrund - wie gut wissen die Staaten über gegenseitige Spionage Bescheid?

Foto: © John Macdougall / AFP

Die öffentliche Empörung ist groß über die amerikanischen Spione in Deutschland: Finanzminister Wolfgang Schäuble bezeichnet das Vorgehen als „Dummheit„, Bundeskanzlerin Angela Merkel hält es für „Vergeudung von Kraft„. Und für Bundespräsidenten Joachim Gauck „reicht’s jetzt auch einmal„.

Die Bundesregierung hat nun zu einem der härtesten diplomatischen Mittel gegriffen und den Repräsentanten der US-Nachrichtendienste aus Deutschland ausgewiesen.

Im Interview erklärt der Publizist Erich Schmidt-Eenboom, dass seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die CIA nahezu durchgehend in Deutschland spioniert – der BND sich das in den USA aber nicht traut. Über alte und neue Spionage und ein Verhältnis auf der Zerreißprobe.

erich schmidt-eenboomDie Kontinuität der Spionage ist den wichtigsten Regierungsvertretern in Bonn und Berlin stets bewusst gewesen.Erich Schmidt-Eenboombeschäftigt sich als Publizist seit 20 Jahren mit Geheimdiensten.