Stadtgespräch | Bau-Desaster an der Uni Lüneburg

06.05.2014

Der Bau wird nicht fertig, die Kosten explodieren: Wieder einmal ist ein öffentliches Großprojekt aus dem Ruder gelaufen. Eigentlich sollte das neue Hauptgebäude der Uni Lüneburg in diesen Tagen eröffnet werden, doch jetzt steht nicht einmal der Rohbau.

Studierende fordern Rücktritt der Hochschulleitung

erhebt Vorwürfe gegen die Leitung der Leuphania-Universität.Richard Höptnererhebt Vorwürfe gegen die Leitung der Leuphania-Universität.  

Das Bauprojekt der Leuphana Universität Lüneburg wird deutlich teurer als geplant. Nach anfangs 57 Millionen sind inzwischen bis zu 125 Millionen Euro im Gespräch – ziemlich viel für eine Kleinstadt-Universität mit 8.300 Studenten. Woher das fehlende Geld kommen soll, ist unklar. Jetzt fordern Studentenvertreter den Rücktritt der Universitäts-Leitung, staatliche Prüfer wollen sie zumindest entmachten.

Wie es zu den hohen Kosten kommen konnte und wer in Zukunft die Verantwortung für den Bau tragen soll, darüber haben wir mit Richard Höptner gesprochen. Er ist der Präsident des Niedersächsischen Landesrechnungshofes.

Die Uni Lüneburg ist eine Stiftungshochschule, die eigenverantwortlich handelt. Das heißt, es gibt keinerlei Einwirkungsmöglichkeiten des Landes […]. Es drohen weitere Verfahrensmängel […]. Das lässt sich in der derzeitigen Struktur nicht verhindern. – Richard Höptner