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2022 soll das letzte Atomkraftwerk in Deutschland vom Netz gehen. Die Frage nach der Endlagerung ist immer noch nicht geklärt. Foto: Philmoto | shutterstock
Bild: Philmoto | shutterstock

Stadtgespräch | „Endlager gesucht“ in Kiel

Infos gegen Bürgerängste

Durch Kernenergie sind hierzulande rund 15 000 Tonnen hochradioaktiver Müll angehäuft worden. Ein Endlager muss her und das relativ schnell. In Kiel startet nun eine Veranstaltungsreihe, um Bürger über die geplante Suche zu informieren.

„Endlager gesucht“ – Auftakt in Schleswig-Holstein

In Kiel startet am Mittwochabend die Informationsreihe „Endlager gesucht“. Bundesweit folgen weitere Veranstaltungen, bei denen Fachleute für Fragen und Informationen bereitstehen. Dadurch versucht das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungsicherheit (BfE) Ängsten in der Bevölkerung entgegenzuwirken.

Standortsuche auf „weißer Landkarte“

Langfristiges Ziel ist es, einen sicheren Standort für die Lagerung von Atommüll zu finden. Denn nach einem jahrelangen Streit um die Lagerung in Gorleben beschloss die Bundesregierung einen Neustart. Dazu ist eine „weiße Landkarte“ die Basis. Das heißt, dass kein Standort von vorneherein ausgeschlossen wird. In einem transparenten Verfahren soll nach einem geologisch geeigneten Ort gesucht werden.

Alle müssen sich darüber im Klaren sein, das jeder Standort infrage kommt. – Bernd Voß, energiepolitischer Sprecher der Grünen Fraktion im Kieler Landtag

Bis 2031 will der Bund einen geeigneten Ort finden. Maximale Sicherheit für eine Million Jahre lautet das Ziel. Bereits Schleswig-Holsteins ehemaliger Umweltminister Robert Habeck, inzwischen Bundesvorsitzender der Grünen, hatte ein Endlager in Schleswig-Holstein nicht ausgeschlossen. „Kein Bundesland darf sich wegducken. Es ist die Aufgabe unserer politischen Generation, ein Endlager zu finden.“ Für Streitigkeit sorgte zuletzt der bayerische Koalitionsvertrag. Denn dieser schloss ein Endlager im größten Bundesland aus.

Die Reaktion ‚bei uns nicht!‘, das ist ja grundsätzlich völlig natürlich. Man wird sich überlegen müssen, wie man mit den Regionen umgeht, die es trifft. – Bernd Voß

Über das Vorhaben spricht detektor.fm-Moderatorin Doris Hellpoldt mit Bernd Voß von Bündnis 90/Die Grünen. Er besucht die Veranstaltung des BfE und sitzt im Landtag von Schleswig-Holstein.

Die Castoren müssen irgendwo hin. Von daher wird es höchste Zeit, dass wir bis spätestens 2031 auch einen Standort haben.Bernd Voß
Stadtgespräch | Informationsabend „Endlager gesucht“ startet in Kiel 07:34

Redaktion: Sören Hinze, Yannic Köhler

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