Stadtgespräch | Wahlfälschung in Stendal

Erst Triumph, dann Krise: Polit-Krimi um gefälschte Stimmen

16.12.2014

Manchen ist es schon am Wahlabend spanisch vorgekommen: ein CDU-Kandidat hatte bei der Stadtratswahl in Stendal ein überraschend hohes Briefwahlergebnis erhalten. Recherchen haben dann einen wahren Skandal ans Licht gebracht. CDU-Mitarbeiter hatten Stadtrats- und Kreistagswahl manipuliert - in einem Ausmaß, dass es so bisher in Deutschland wohl noch nicht gegeben hat.

Recherchen der Magdeburger Volksstimme haben es ans Licht gebracht: Wahlbetrug. In Dutzenden Fällen. Bei der Stadtratswahl. Bei der Kreistagswahl. Und mit krimineller Energie.

Wie das passierte und was danach geschah, dürfte als einmaliges Lehrstück in die Geschichte des Landes eingehen und gilt auch in der Bundesrepublik als in dieser Dimension bislang unerreicht. (Marc Rath, Volksstimme)

So beschreibt es Marc Rath, Redakteur des Volksstimme in seinem Artikel zu dem Skandal. Und das scheint keineswegs übertrieben.

Angehörige der CDU sollen die Briefwahl manipuliert haben. Es gab bereits Razzien und einen Rücktritt. Und im Raum steht auch der Verdacht der Unterschriftenfälschung. Im Landtag haben sich CDU und SPD – eigentlichen Koalitionäre in Sachsen-Anhalt – bereits eine turbulente Debatte geliefert.

Wie es zu dem Betrug kommen konnte, wie der vonstatten ging und welche Folgen nun auf Stendal und die Beteiligten zukommen, darüber haben wir mit Marc Rath gesprochen. Er hat für die Magdeburger Volksstimme den Fall mit recherchiert.

Marc Rathhat den Skandal in Stendal mit recherchiert:Marc RathRedakteur der Magdeburger Volksstimme