Steinbrück gegen Merkel und Raab gegen alle: Das TV-Duell

02.09.2013

Diesen Sonntag saß die Nation ausnahmsweise nicht gebannt vor dem Tatort, sondern lauschte der Kanzlerin und ihrem Herausforderer beim TV-Duell. Doch was bringt das TV-Ereignis für die Wahl?

4 gegen 2: Das TV-Duell wurde von 4 Sendern übertragen. Und jeder durfte einen Moderator hinschicken. Foto: Max Kohr/WDR/RTL/AFP

Die Satireseite Der Postillon hielt es für den langweiligsten Tatort seit langem, laut Bild hat Stefan Raab das TV-Duell gewonnen und Jakob Augsteins Kinder fanden Peer Steinbrück voll nett. So ziemlich jeder hat eine Meinung zum gestrigen Duell von Kanzlerin Angela Merkel und Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.

beschäftigt sich wissenschaftlich mit TV-DuellenMarcus Maurerbeschäftigt sich wissenschaftlich mit TV-Duellen 

Die ARD-Umfrage zum Duell sieht Steinbrück als Sieger, wenn auch nur mit knappem Vorsprung. Und Twitter hat mal wieder einen neuen Lieblingsscherzaccount: Diesmal die Deutschlandkette der Kanzlerin.

Das TV-Ereignis der Stunde – trotz Schwächen

Das TV-Duell ist also das meistdiskutierte Fernsehereignis der letzten Tage. Dabei hat das Format auch seine Schwächen. Inhaltlich konnten die vier Moderatoren den beiden Disputanten nicht viel neues Abringen. Lediglich Stefan Raab konnte der Kanzlerin ein Bekenntnis gegen die PKW-Maut entlocken. Auch haben Merkel und Steinbrück kaum miteinander geredet. Ein richtiges Duell sieht anders aus.

Aber was bringt so ein Duell überhaupt? Und welchen Einfluss hat es am Ende auf die Wahl am 22. September?

Fragen, die wir Marcus Maurer von der Universität Jena gestellt haben.