Studiengebühren: Warum ihre Abschaffung nicht sinnvoll sein könnte

27.10.2012

Bayern diskutiert darüber, die Studiengebühren abzuschaffen. Für den Bildungsexperten Christian Füller kein Grund zur Freude. Warum gerecht verteilte Studiengebühren ihren Zweck erfüllen sollen - ein Interview.

Studenten in Bayern zahlen bis zu 500 Euro Studiengebühren pro Semester. Foto: © Lukas Barth/dapd

Bayern ist eine der letzten Bastion für Studiengebühren. Heiß diskutiert, wurden diese 2005 vom Bundesverfassungsgericht erlaubt und seitdem in sieben Bundesländern eingeführt.

Nach und nach verabschiedeten sich jedoch Länder wie Hessen und Nordrhein-Westfalen wieder vom kostenpflichtigen Studium. Heute werden nur noch in Bayern und in Niedersachsen mit Anfang des Semesters 500 Euro fällig.

Bildungsexperte und Redakteur der taz.Christian FüllerBildungsexperte und Redakteur der taz. 

Doch in der Zwischenzeit steht auch Bayern vor einem Kurswechsel. Nachdem das bayerische Verfassungsgericht einem Volksbegehren stattgegeben hat, scheint es, als würden die Studiengebühren auch im Süden des Landes bald passé sein.

Immer wieder behaupten Kritiker, dass Studiengebühren die soziale Ungleichheit fördern. Außerdem sollen sie ein Grund dafür sein, dass nur wenige Kinder aus der Arbeiterschicht überhaupt studieren.

Der Publizist und Bildungsexperte Christian Füller vertritt hingegen eine ganz andere Meinung: Studiengebühren würden für einen sozialen Ausgleich sorgen und die demokratische Beteiligung an deutschen Universitäten fördern. Warum, das erklärt er im Interview.