Stürzt De Maizière mit der Drohne ab?

31.07.2013

Mitte Mai hat Thomas de Maizière das Drohnen-Projekt "Euro Hawk" gestoppt – obwohl bereits über 600 Millionen Euro investiert worden sind. Heute hat er sich vor dem Untersuchungsausschuss dazu erklären müssen. Dabei ging es auch um die Frage, wann der Verteidigungsminster von den immensen Problemen wusste.

Die Opposition kritisiert Verteidigungsminister de Maizière und verlangt seinen Rücktritt. Foto:  © Chuck Hagel/Flickr 

Die Empörung der Opposition ist im Frühjahr gewaltig gewesen. Denn als Verteidigungsminister Thomas de Maizière das Projekt „Euro Hawk“ im Mai dieses Jahres stoppte, waren bereits 668 Millionen Euro in die Entwicklung der Aufklärungsdrohne geflossen.

Wann wusste der Minister Bescheid?

ist Redakteur bei sueddeutsche.de. Foto: Daniel Hofer/SZ.deMichael Königist Redakteur bei sueddeutsche.de. Foto: Daniel Hofer/SZ.de 

De Maizière hat immer erklärt, er habe erst am 13. Mai 2013 von den immensen Problemen des „Euro Hawk“ erfahren. Davon, dass die Drohne vermutlich nicht für den deutschen Luftraum zugelassen wird und dass die Kosten unabsehbar in die Höhe steigen könnten.

De Maizière vor dem Untersuchungsausschuss

Um herauszufinden, wer wann von was gewusst hat, hat die Opposition einen Untersuchungsausschuss eingesetzt, der offene Fragen klären sollte. Als vorletzter Zeuge musste heute auch der Verteidigungsminister dem Ausschuss Rede und Antwort stehen.

Was dabei herausgekommen ist und ob sich Thomas de Maizière von den Vorwürfen befreien konnte, darüber haben wir mit  Michael König gesprochen. Er schreibt für sueddeutsche.de und war während der Befragung vor Ort.

De Maizière hat zwischen den Zeilen gesagt: Ihr könnt mir gar nichts! – Michael König, sueddeutsche.de