Suche nach Flüchtlingsunterkünften: Eine sensible Aufgabe für Berlin

21.08.2013

Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland steigt momentan: In Berlin rechnet man mit 5000 Asylsuchenden bis Jahresende. Die Unterkünfte sind allerdings begrenzt und auch nicht jede Immobilie eignet sich als Flüchtlingsheim.

In die ehemalige Schule an der Carola-Neher-Straße sollen langfristig 200 Flüchtlinge einziehen. Foto: © John MacDougall/AFP

möchte in Zukunft noch sensibler an die Suche nach Unterkünften herangehen.Franz Allertmöchte in Zukunft noch sensibler an die Suche nach Unterkünften herangehen. 

Anwohner und Rechtsradikale protestieren seit Wochen gegen das neue Flüchtlingsheim in Berlin-Hellersdorf. Die ersten Bewohner sind daher am Montag unter Polizeischutz in die Notunterkunft eingezogen. Die Zahl der Asylanträge ist seit 1999 tendenziell zurückgegangen, erst seit 2010 gibt es wieder mehr Asylanträge in Deutschland. Im vergangenen Jahr sind jedoch nur halb so viele Flüchtlinge wie im Jahr 1995 in Deutschland aufgenommen worden.

Wohngebiet als Ausnahmefall

In Wohngebieten dürfen soziale Einrichtungen wie Flüchtlingsheime nur in Ausnahmefällen zugelassen werden. In Berlin gilt nun diese Ausnahmeregelung und erhitzt nun die Gemüter.

 

Doch die Suche nach einer geeigneten Unterkunft ist eine knifflige Aufgabe. In Berlin ist dafür das Landesamt für Gesundheit und Soziales zuständig. Wir haben mit Franz Allert, dem Präsidenten des Landesamtes, über die schwierige Suche nach Flüchtlingsunterkünften gesprochen.

 

Wir suchen verstärkt in Bezirken, die bisher nicht so viele Flüchtlinge aufgenommen haben. Dazu gehören Marzahn-Hellersdorf, aber auch Neukölln oder Steglitz-Zehlendorf. – Franz Allert, Landesamt für Gesundheit und Soziales