Syrien: “Das politische Kapital des Assad-Regimes ist aufgebraucht”

31.08.2011

Das syrische Regime schlägt den Volksaufstand weiterhin brutal nieder und verliert dadurch sein Gesicht. Die Regierung um Präsident Assad manövriert sich in eine Sackgasse. Oder wird sich die Baath-Regierung doch noch stärker gen Osten wenden?

Die Stadt Duma im Südwesten Syriens zählt zu den Hochburgen des Volksaufstandes. / Foto: © shamsnn/wikipedia

Erik MohnsPolitikwissenschaftler. / Foto: © Syddansk Universitet 

Überall auf der Welt begehen Muslime in diesen Tagen das Ende des Fastenmonats Ramadan. Während der Woche des Fastenbrechens wird ausgiebig gegessen und gefeiert. Die Syrer hingegen können von einer fröhlichen und friedlichen Stimmung nur träumen.

In dieser Woche sind nach Großdemonstrationen abermals Zivilisten erschossen worden, obwohl das Regime erst kürzlich angekündigt hatte, das Blutvergießen zu beenden. Doch Präsident Assad lässt offensichtlich weiter morden.

Wird sein Regime doch noch in die Knie gezwungen? Oder wird es sich noch stärker vom Westen abwenden und dem Iran nacheifern? Hat die syrische Opposition überhaupt die Mittel, sich ausreichend zu koordinieren und strategisch klug zu handeln?

detektor.fm hat beim Politikwissenschaftler Erik Mohns nachgefragt. Er beschäftigt sich mit den sozialen Bewegungen im Nahen Osten und erläutert im Interview, warum die syrische Opposition möglicherweise sogar jedwede Unterstützung des Westens ablehnen könnte.

Erik Mohns zu Perspektiven der syrischen Protestbewegung