Syrien: “Die Vorzeichen stehen auf Krieg”

10.04.2012

Der Hoffnungsschimmer eines Waffenstillstandes in Syrien ist mit Anbruch des Tages erloschen. Baschar al-Assad hat seine Truppen nicht zurückgezogen, die Kämpfe gehen weiter und es gab erstmals Schüsse auf Flüchtlinge, die sich auf der türkischen Seite der Grenze befanden.

leitete von 1976 bis 2006 das Orient-Institut in Hamburg.Udo Steinbachleitete von 1976 bis 2006 das Orient-Institut in Hamburg. 

Menschen, die Hoffnung in den Sechs-Punkte-Plan von UN-Chef Kofi Annan hatten, wurden heute bitter enttäuscht. Die Kämpfe in Syrien gehen unvermindert weiter. Der Tagesspiegel berichtete zudem von einem brisanten Detail: Assad soll die Verbindungen zu Kämpfern der kurdischen Untergrundorganisation PKK reaktiviert haben. Laut Opposition seien PKK-Kämpfer nach Syrien geschleust worden, um an der Seite der Assad-Truppen zu kämpfen.

Unterdessen sei ein Großteil der Kurden in Syrien unentschlossen, meint Nahost-Experte Udo Steinbach.

„Die Kurden sitzen auf dem Zaun und warten.“

Udo Steinbach leitete 20 Jahre das Orient-Institut in Hamburg. Mit ihm haben wir über die Rolle der Türkei und mögliche Szenarien für Syrien nach der vorerst gescheiterten Waffenruhe gesprochen.

Syrien: Die Vorzeichen stehen auf Krieg

 

Der Hoffnungsschimmer eines Waffenstillstandes in Syrien ist mit Anbruch des Tages erloschen. Baschar al-Assad hat seine Truppen nicht zurückgezogen, die Kämpfe gehen weiter und es gab erstmals Schüsse auf Flüchtlinge, die sich auf der türkischen Seite der Grenze befanden.

 

Menschen, die Hoffnung in den Sechs-Punkte-Plan von UN-Chef Kofi Annan hatten, wurden heute bitter enttäuscht. Die Kämpfe in Syrien gehen unvermindert weiter. Der Tagesspiegel berichtete zudem von einem brisanten Detail: Assad soll die Verbindungen zu Kämpfern der Kurdischen Untergrundorganisation PKK reaktiviert haben. Laut der Opposition seien PKK-Kämpfer nach Syrien geschleust worden, um an der Seite der Assad-Truppen zu kämpfen. Unterdessen sei ein Großteil der Kurden in Syrien unentschlossen, meint Udo Steinbach.

 

Die Kurden sitzen auf dem Zaun und warten.“

 

Udo Steinbach leitete 20 Jahre das Orient-Institut in Hamburg. Mit ihm haben wir über die Rolle der Türkei und mögliche Szenarien in Syrien gesprochen.