Syrien: “Wenn sie ihre politische Macht abgeben, geben sie auch ihr Leben ab.”

08.02.2012

Auch nach dem Syrien-Besuch des russischen Außenministers Lawrow bei Diktator Assad geht das Blutbad weiter. Gibt es noch eine Chance auf Frieden?

Trotz Blutbad sind die syrischen Straßen noch immer voller Demonstranten. / Foto © Syria Frames Of Freedom

Die geplante Syrien-Resolution des Weltsicherheitsrats ist am Wochenende gescheitert: am Doppelveto von Russland und China. Russland machte zumindest das Angebot mit Syriens Diktator Assad zu sprechen. Gesagt, getan: der russische Außenminister Sergej Lawrow war am nächsten Tag in Syrien. Sein Auftritt sorgte jedoch für noch mehr Kopfschütteln, denn Lawrow hat Assad sein Verständnis zugesichert.

Udo Steinbachwar lange am Orient-Institut in Hamburg. 

Der syrische Diktator wirkte erst gesprächsbereit und versprach noch einmal Beobachter ins Land zu lassen. Nach den andauernden Gräultaten hat die arabische Liga ihre Beobachter jedoch dazu aufgerufen schnellstmöglich das Land zu verlassen. Und der politische Kader stehen mit dem Rücken zur Wand, sagt Udo Steinbach:

Wenn sie die politische Macht abgeben, geben sie auch ihr Leben ab.

Assad scheint auf seiner Position zu verharren, doch wie geht es dann weiter in Syrien? Und welche Möglichkeiten bleiben der westlichen Welt, um in Syrien einzugreifen?
Darüber haben wir mit Udo Steinbach gesprochen, dem früheren Leiter des Orient-Instituts in Hamburg.