“Das größte diplomatische Desaster”

Ist der Syrienkonflikt ohne Iran lösbar?

21.01.2014

Auf der Syrienkonferenz verhandeln die politischen Lager des Syrienkrieges - nun doch ohne Iran. Dabei gilt das Land als das mächtigste in der Region. Kann das funktionieren?

Der Konferenzsaal im Montreau-Palast: Iran wird sich hier nicht zu Wort melden. Foto: © Phillipe Desmazes 2014 | AFP

Am Sonntag hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den Iran zu Friedensgesprächen in die Schweiz eingeladen. Einen Tag später hat er diese Einladung wieder zurückgezogen.

Iran unterstützt Assad-Regierung

kritisiert die Arbeit von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon scharf.Das ist das größte diplomatische Desaster und der schwerwiegendste Fehler den ein UNO-Generalsekretär nach meiner Beobachtung in den letzten 30 Jahren gemacht hat.Andreas Zumachkritisiert die Arbeit von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon scharf. 

Der Iran unterstützt das syrische Regime von Baschar al Assad und ist stark in die gesamte Politik der Region eingebunden. Mit anderen Worten: der Iran ist eigentlich ein entscheidender Verhandlungspartner. Aber sowohl die USA als auch Teile der syrischen Opposition lehnen Verhandlungen mit dem Iran ab.

Neben Iran auch Teile der syrischen Opposition nicht vertreten

Auch die syrischen Oppositionellen des Nationalen Koordinationskomitees für Demokratischen Wandel (NCC) verweigern die Teilnahme an den Gesprächen: Der Sprecher des NCC, Haytham Manna, bezweifelt, dass die Syrienkonferenz eine Lösung des Konflikts im Sinne des syrischen Volkes erreichen kann. Er begründet das mit der starken Position der USA.

Wie nachhaltig kann dieses Bemühen aber sein? Das Bemühen um Frieden in Syrien, wenn weder die NCC noch der Iran mit am Tisch sitzen? Andreas Zumach, der als internationaler Korrespindent aus Genf berichtet, im Interview über die Rolle des Iran und die Vorzeichen für die jetzt beginnende Syrienkonferenz.