Türkei und Syrien: Eine Nachbarschaft ohne Probleme?

09.02.2012

Syriens Diktator geht weiter brutal gegen sein Volk vor - der Westen sucht Lösungen. Große Hoffnungen werden dabei in die Türkei gesetzt. Doch wie verhält sich der türkische Ministerpräsident gegenüber dem Assad-Regime?

Recep Tayyip Erdoğan, Ministerpräsident der Türkei: Wie verhält sich sein Land gegenüber Syrien? / © Foto: Michael Gottschalk /dapd

Redakteur und Mitherausgeber von «Zenith».Moritz BehrendtRedakteur und Mitherausgeber von «Zenith». 

Die Gewalt in Syrien geht weiter, der UN-Sicherheitsrat muss hilflos zusehen und auch Europa weiß nicht so recht, was es noch tun soll.

Während die UNO gerade erwägt, gemeinsam mit der arabischen Liga eine Beobachtermission nach Syrien zu schicken, scheinen die Türkei und der Iran schon mittendrin zu sein.

Die Türkei gilt mittlerweile sogar als großer Drahtzieher hinter dem syrischen Aufstand, der Iran hingegen unterstützt das Regime von Assad. Und das überrascht, denn die Staatsführer der drei Staaten galten eigentlich als befreundet, meint Moritz Behrendt:

Es ist die Frage, ob sich die Türkei durch die eindeutige Opposition zum Regime vom Assad die Möglichkeit verspielt hat, hier zu vermitteln.

Warum sie sich nun als Feinde gegenüber stehen und welche Rolle die Türkei in den Verhandlungen mit Assad spielen könnte, darüber sprechen wir mit Moritz Behrendt, Redakteur und Mitherausgeber von Zenith – der Zeitschrift für den Orient.