Übern Teich | Ist Hillary Clinton vs. Donald Trump jetzt sicher?

"Being presidential": Worauf es im US-Wahlkampf jetzt ankommt

13.06.2016

Vorwahlen hin, Wahlmänner her: Die Gerüchte halten sich hartnäckig, wonach sowohl Republikaner als auch Demokraten doch noch einen Plan B haben könnten. Vizepräsident Joe Biden und Ex-Außenministerin Condoleezza Rice werden da zum Beispiel genannt. Denn Trump hat keinen Rückhalt in der Partei und gegen Clinton haben nicht wenige Amerikaner Vorbehalte. Ein Blick übern Teich.

Auf der einen Seite: eine Siegerin – aber auch ein Zweitplatzierter, der einfach nicht aufhört.

Auf der anderen Seite: ein Sieger, der bis heute auf der Webseite seiner Partei gar nicht auftaucht.

Man wird wohl sagen können: Sowas gab es noch nie. Doch genau so siehts aus, im Wahlkampf in den USA.

Wie sicher ist Hillary vs. Donald?

Bei all diesen Fragezeichen: Wie sicher ist es eigentlich, dass wir ein Rennen Hillary Clinton gegen Donald Trump erleben werden? Gegen beide Kandidaten gibt es durchaus auch Vorbehalte. Donald Trump hat keinen Rückhalt in seiner Partei. Mehr noch: Nicht wenige fürchten, den Republikanern könnten die Parteieliten weglaufen, wenn Trump offiziell zum Präsidentschaftskandidaten nominiert wird.

Hillary Clinton hingegen hat bewiesen, dass sie etwas vom Regieren versteht. Doch sie gilt vielen als Verkörperung des Establishments: der amerikanischen Elitennetzwerke, die Schuld sein sollen an so Vielem von dem, was das Land heute ausbaden muss.

Wie wahrscheinlich ist es also, dass die beiden gegeneinander antreten? Was ist von den Gerüchten zu halten, wonach doch noch Vizepräsident Joe Biden und Ex-Außenministerin Condoleezza Rice von den Parteien ins Rennen geschickt werden könnten? Und was bedeutet es, dass sich nun auch Obama in den Wahlkampf einschaltet?

Diese Fragen hat detektor.fm-Moderatorin Anke Werner mit Alexander Görlach besprochen.

. forscht als Gastwissenschaftler in Harvard zum Themenfeld "Politik & Religion". Er promovierte in katholischer Theologie, war stellv. Pressesprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Ressortleiter beim Cicero, gründete 2009 "The European" und ist u.a. Mitglied in der Atlantik-Brücke.Am Ende geht es jetzt viel um Authentizität, um Glaubwürdigkeit und um professionelles Auftreten. Das "being presidential" ist jetzt sehr wichtig.Alexander Görlachforscht als Gastwissenschaftler in Harvard zum Themenfeld "Politik & Religion". Er promovierte in katholischer Theologie, war stellv. Pressesprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Ressortleiter beim Cicero, gründete 2009 "The European" und ist u.a. Mitglied in der Atlantik-Brücke. 

„Über’n Teich” – detektor.fm spricht über Amerika. Jeden Montag – auch im Podcast.

Welche Debatten bewegen die USA? Wer wirbelt den Wahlkampf auf? Und wo ticken „die Amis“ einfach anders als wir? Darüber sprechen wir jeden Montag – mit Alexander Görlach.