Ukraine-Konflikt | Bevölkerung mit Zwangsarbeit bestraft

Waffenruhe in der Ostukraine? Bewohner leiden dennoch

05.09.2014

Laut einem Bericht von Human Rights Watch werden im Ukrainie-Konflikt Bürger von den Separatisten misshandelt und mit Zwangsarbeit bestraft. Die Gründe dafür sind oft nur Kleinigkeiten.

Waffenruhe im Ukraine-Konflikt?

Es schien, als wäre ein Ende der Gefechte im Ukraine-Konflikt in Sicht: Die Prorussischen Aktivisten und die ukrainische Regierung haben sich am 5. September 2014 in Minsk auf eine vorübergehende Waffenruhe in dem umkämpften Gebiet Donbass geeinigt.

Nur zwei Tage später soll die Gewalt wieder eskaliert sein:

Viele Menschen fliehen…

Nach UN-Schätzungen sind mehr als eine Million Menschen auf der Flucht. Der Großteil soll nach Russland geflohen sein, rund ein Viertel der Flüchtlinge ist im Inland auf der Flucht.

…und die Heimgeblieben werden zu Zwangsarbeit verpflichtet

Die Organisation Human Rights Watch hat sich indes kritisch gegen die prorussischen Separatisten geäußert. Sie sollen Zivilisten misshandeln und zu Zwangsarbeit zwingen. Was genau an den Vorwürfen dran ist und wie die aktuelle Lage vor Ort ist, darüber haben wir mit Yulia Gorbunova in Moskau gesprochen. Sie ist Mitarbeiterin von Human Rights Watch und hat an diesem Bericht mitgearbeitet.

Yulia_Gorbunova (Human Rights Watch)Wir können deshalb nur Russland immer wieder auffordern ihren Einfluss, den sie auf den Konflikt haben zu nutzen, damit er zu Ende geht.Yulia Gorbunovabeobachtet für Human Rights Watch die Situation in der Ostukraine